Lust auf Bibliothek





Rund 60 Zuhörer und Zuhörerinnen verfolgten den Vortrag von Dirk Burghardt darüber, was sich daraus ergibt, wenn Landkarten vom Papier auf Handy-Displays wandern. Eine Tendenz ist, dass die Karteninformationen dort immer stärker auf den individuellen Betrachter zugeschnitten werden.
Die rege Diskussion drehte sich dann auch zum großen Teil genau um diesen Punkt: Einerseits sind individuelle Karten bequem zu benutzen, andererseits zeigen sie uns immer nur einen bestimmten Weltausschnitt mit den Points of Interrest, die wie gewohnheitsmäßig aufsuchen. Deshalb ist es wahrscheinlich eine gute Strategie, bei Wochenendwanderungen immer einmal wieder auf die gute alte Papierkarte zurückzugreifen. Das erhält die Orientierungsfähigkeit und vielleicht auch die Neugier.




Warten auf Bumerang


Ringelnatz feierte 140. Geburtstag.
Dazu hatte er sich Gäste eingeladen,die aus seinem Werk lesen - heiter und sehenswert.
Das Publikum genoss Lyrik, Prosa und Musik.

Lesetheater Stolpen
Dramaturgie: Carsta Langer
Musik: Jens Opitz und Juliane Pitzschel
Regie: Matthias Stark
Regieassistenz: Vera Tuschling
Mitwirkende:
Kirsten Altstadt, Lotte Jährig, Jens Opitz, Jörg Pitzschel,
Juliane Pitzschel, Matthias Stark und Ines Werner
Warten auf Bumerang



Plakat A1 Alaska2_neu
Plakat A1 Alaska2_neu
Alaska-Film
Alaska-Film


Reichlich 30 Zuschauer kamen zur Vorführung des preisgekrönten Spielfilms „Alaska“ in der Bibliothek. In langen Einstellungen und zum Teil magischen Mitteln erzählt der Film von zwei Geschwistern um die Vierzig, die sich mühen, den langen Schatten ihres verstorbenen Vaters hinter sich zu bringen. Und von Alima, einer Zufallsbekanntschaft, die nach einer Zukunft sucht. Die Bilder waren eindringlich, wenn auch nicht immer leicht zu entschlüsseln. Da brachte das anschließende Gespräch mit der Schauspielern Pegah Ferydoni (die Alima im Film) und Florian Anderer (Heiner) noch manches Erhellende und Unterhaltsame an den Tag.
Falk Töpfer moderierte das Gespräch anregend und bezog die Zuschauer immer wieder mit ein.  Ein gelungener Abend.
Auf dem Bild von links:
Florian Anderer, Wolfgang Melzer, Pegah Ferydoni, Gudrun Richter, Falk Töpfer

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Wissenschaft und Phantasie

Zirka 50 Besucher erlebten einen spannenden und erstaunlichen Abend, der ein ganz kleines Fenster in die unglaubliche Welt einer Grundlagenforschung öffnete, die die Phantasie beflügelt und in die Zukunft träumen lässt.







Sommerlesung

Am 2. August fand eine kleine, feine Sommerlesung statt. Unser Vereinsmitglied, die Kamenzer Schriftstellerin Birgit Richter, brachte uns mit ihren Episoden aus ihrem Buch "Der Göttergatte" zum Schmunzeln. In entspannter Atmosphäre konnten wir unser Zusammensein genießen.

 






Am 3. Mai 2024 fand turnusgemäß unser Stammtisch statt. Diesmal gab es ein besonderes Thema und einen besonderen Gast: Wir begrüßten den  Schriftsteller Thomas Ranft zu einem Vortrag mit Lesung zum Thema

Trotzdem Sibirien


Wie lebt es sich 7000 km weiter im Osten? Thomas Ranft hat es ausprobiert und  fünf Jahre lang am Baikalsee als Deutschlehrer gearbeitet. In seiner spannenden Präsentation berichtete er von Lada-Fahrten bei minus 30 Grad über eine anderthalb Meter dicke Eisdecke, zeigte endlos weite Taiga-Landschaften und verriet uns, warum bei den Menschen in Russland die herzlichste Gastfreundschaft und wortkarge Schroffheit oft dicht beieinander liegen. Dazu gab es Eindrücke aus der Transsibirischen Eisenbahn, an Bord derer sich ein ganz eigenes Zeitempfinden entwickelt.




Am 29. April 2024 war Professor Gerd Kempermann in der Stadtbibliothek Kamenz zu Gast. Er ist Arzt und Forscher am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Dresden. Dort geht er der Frage nach, wie körperliche und geistige Aktivität unser Gehirn prägen. Die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe prägen den internationalen Wissensstand maßgeblich mit.

Das System zur Reservierung von Tickets wurde erstmalig erweitert, man kann ab jetzt dafür auch die Website des Fördervereins nutzen.



Was für ein Thema! Das Interesse war unglaublich groß, um die 100 Besucher lauschten gebannt seinen Ausführungen, und auch das anschließende Gespräch war spannend!



 


 


Wieder einmal Wissenschaft vom Feinsten in der Bibliothek und rund 60 Besucher wollten dabei sein, wenn Karl Leo vom Lehrstuhl Opto-Elektronik der TU Dresden von seiner Forschung erzählt.
Was wir da über organische Halbleiter hörten, ging weit über OLED-Displays und biegsame Solarmodule hinaus. Manchmal fühlte es sich an, wie der berühmte Blick in die Glaskugel, soweit greift diese For-schung in die Zukunft.
Organische Halbleiter, die im Körper verbaut werden und keine Abstoßungs-reaktion hervorrufen. Sensoren zur Über-wachung der Wundheilung, die sich nach getaner Arbeit im Körper von selbst auf-lösen. Ansätze für künstliche neuronale Netze, die nicht nur algorithmisch nach-gebildet werden.

Vielen Dank an Professor Karl Leo!

 


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Am 16. Oktober 2023

stellte Wolfgang Melzer seinen druck-frischen neuen Roman mit dem Titel "Refugium" vor.
Der Dresdner Dichter Uwe Claus mode-rierte den Abend und Detlef Schweiger, ebenfalls aus Dresden, steuerte elektro-nische Klänge bei.

In unangestrengter Atmosphäre redeten wir darüber, wie weit KI schon in unseren Alltag eingreift, welche Farbe der Roman wohl hat, wenn man die gelesenen Auszüge zugrunde legt und darüber, ob man ein Handy eigentlich schon als neues kognitives Organ seines Besitzers auffassen kann.


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Am 3. Juli 2023

kamen immerhin 20 Besucher zu unserem ersten Filmabend. Gezeigt wurden sieben Kurzfilme von sächsischen Filmemachern sowohl aus dem dokumentarischen Bereich als auch Spielfilme.
Durch das Programm führte Barbara Wallbraun, Filmemacherin aus Leipzig. Sie moderierte auch das Gespräch mit Erik Schiesko, dem Regisseur des Films "Hinterberg".

Fazit: Die Filme waren nicht von der Art, wie man sie zur Primetime im Fernsehen sieht, waren also auch recht anstrengend. Auch war ihre Qualität sehr unterschied-lich. Beides wäre vermutlich kein Hindernis gewesen, wäre genug Zeit gewesen, um ins Gespräch zu kommen.
Besonders in dieser Hinsicht werden wir das Konzept der Veranstaltung überdenken.



Wanderung auf Jurij Brezans Spuren

Bei idealem Wanderwetter gingen wir von der Pilgerherberge in Crostwitz an der Satkula entlang bis zum Wohnhaus des sorbischen Schriftstellers in Dreihäuser. Wir mussten uns durchfragen, fanden dann aber hin. Krabat war gerade nicht da, aber das war vielleicht auch gut so.

Zurück in Crostwitz saßen wir in der Herberge noch zusammen und schwatzten über Gott und die Welt. Als wir auseinander gingen wurde der Wunsch laut, solche Wanderungen öfters zu unternehmen.



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Der Seminarbereich der Bibliothek war mit rund 60 Besuchern picke-packe-voll. Das Interesse der Kamenzer war groß.

Alexander Lasch, Professor für germa-nistische Linguistik und Sprachgeschichte,
stellte zunächst einige Eigenheiten der Herrnhuter vor, die die Missionsberichte der Gemeine zu einer einzigartigen Quelle zur Erforschung der Geschichte Nord-amerikas im 18. Jahrhundert machen.

Ihr besonderes Verhältnis zur Welt und ihre detailreichen Berichte komplettierten und schärften unseren Blick auf den Genozid  an den Indigenen, hob er hervor. Denn um einen solchen handele es sich zweifellos.  Lasch reflektierte auch Haltung und Rolle der Herrnhuter im damaligen Geschehen.

Wir gingen klüger nach Hause.



Am 16. 1. 2023

reichten die Stühle kaum, so groß war das Interesse. Über 60 Besucher - was für ein Start ins neue Jahr!

Auf der Bühne des Foyers empfing eine Installation aus farbigen Fahnen die Besucher. Die Malerin Britta Kayser hatte sie eigens für die Bibliothek geschaffen.

Wolfgang Melzer stellte überraschende Mechanismen der Farbwahrnehmung vor und ging  der Frage nach, welche  Farben
literarische Texte haben könnten.

Der Schauspieler Alexander Höchst interpretierte Texte der Weltliteratur, die prototypisch für verschiedene Farben stehen können.

 


Am 2. 12. 2022

lasen Tina Brüggener, Uwe Claus und Wolfgang Melzer vor rund 50 Zuhörer in der Bibliothek ihre sehr unterschiedlichen Dreiecksgeschichten über einen Fisch im Glas, den prickelnden Kauf eines Paars Ohrringe und die Versuchungen eines Spiels namens Catch the Wind.

Die folgenden Gespräche zwischen den Lesenden und im Plenum waren lebhaft und anregend.

Zum Abschluss gab es noch drei kurze Texte quasi zum Dessert